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Styroporhaus

Styroporhäuser bieten ein ausgeglicheneres Wohnklima und geringere Energiekosten als andere Baumaterialien.

Inhalt


Ein Haus aus Styropor?

Ein Styroporhaus besteht primär aus Beton. Die Wände werden aus Schalungssteinen, welche aus Styropor bestehen, zusammengesteckt und anschließend mit Beton vergossen. Dafür verfügen die Schalungssteinen über spezielle Hohlräume. Ist der Beton einmal ausgehärtet, ist ein Styroporhaus genau so stabil, als wenn es gemauert worden wäre.

Vorteile

Ein Styroporhaus hat mehrere Vorteile:

1) Sie sparen Zeit

Eingespielte Teams können pro Tag die Wände für eine Etage eines Einfamilienhauses aufbauen. Auch Selbstbauer können mit den Schalungssteinen schneller bauen als mit herkömmlichen Ziegeln.

2) Sie schonen die Umwelt und verbessern das Raumklima

Durch seine gute Isolierung ist ein Styroporhaus relativ neutral gegenüber seiner Umgebung. Das heißt es beeinflusst das anliegende Bioklima nicht durch Abwärme. Umgekehrt hat das Wetter wenig Einfluss auf das Raumklima.

3) Sie sparen Energie

Aufgrund der guten Isolierung sinken die Heizkosten, wie in einem Passivhaus üblich. Dadurch, dass das Styropor den Beton komplett umgibt, muss beim Heizen der Betonkern der Wände nicht mitaufgeheizt werden.

4) Sie sparen Platz

Styroporwände sind trotzt ihrer guten Isolierung unglaublich dünn.

Falsche Vorurteile

Gegenüber Styroporhäusern gibt es diverse Vorurteile, die fast immer eines gemeinsam haben: Sie sind schlicht und ergreifen falsch oder einfach nur totaler Quatsch.

1) Styropor brennt leicht

Falsch. Für den Hausbau eingesetzte Styroporsteine sind schwer entflammbar. Sie können zwar verbrennen aber sie brennen nicht von selbst weiter. Nimmt man die Falmme weg, hört auch der Styroporsteine auf zu schmelzen.

2) Styroporwände können nicht atmen

Stimmt. Ist aber auch totaler Quatsch! Wände atmen grundsätzlich nicht. Die weite Verbreitung dieser falschen Annahme geht auf den von 1818 bis 1901 lebende Chemiker und Hygieniker Max von Pettenkofer zurück. Pettenkofer stellt fest, dass die Luftwechselrate in einem vermeintlich versiegelten Raum höher als erwartet war und schlussfolgerte daraus, dass ein Teil der Luft durch die Wände entweicht. Heute weiß man, dass er einfach nur vergessen hat, den Ofen, bzw. das Ofenrohr abzudichten. Aus seinen falschen Erkenntnissen folgerte Pettenkofer, dass nur atmende Wände für ein gutes Raumklima sorgen könnten und ihnen die essentielle Aufgabe der Luftreinigung obliege.

Es stimmt, dass viele Baustoffe zwar tatsächlich porös, also theoretisch luftdurchlässig sind. Ein solcher Austausch von Luft bedarf jedoch einer äußeren Krafteinwirkungen, wir zum Beispiel einem Druckunterschied. Da der Druck im inneren eines Gebäudes dem Druck außen entspricht, kommt es in der Realität quasi nie zu einem solchen Luftaustausch durch poröse Wände hindurch. Nicht mal starker Wind reicht mit seinem Staudruck an einer Außenwand für den notwendigen Druckunterschied aus.

Hinzu kommt, dass poröse Baustoffe quasi immer von luftundurchlässigen Schichten, wie z.B. Putz oder Bauplatten, umgeben sind und die Porosität (und somit potentieller Luftdurchlässigkeit der kompletten Wand) eh nie gegeben ist.

3) Styroporwände nehmen keine Feuchtigkeit auf

Stimmt. Ist aber auch gut so! Wände die Feuchtigkeit aufnehmen führen zu Schimmel. Warum haben wir im Bad Kacheln? Genau aus dem Grund, dass dort unter allen Umständen verhindert werden soll, dass die Feuchtigkeit in die Wände zieht. Der einzige Weg, Feuchtigkeit loszuwerden, ist regelmäßiges Lüften. Dass muss man bei einem Haus aus Styropor genauso machen, wie bei jedem anderen Haus.

4) Styroporhäuser fliegen weg

Dass Styroporhäuser wegfliegen oder vom Wind umgeblasen werden, ist natürlich absoluter Quatsch! Durch die Füllung mit Beton sind sie genau so stabil wie andere Häuser. Der einzige Unterschied ist, dass der Rohbau mit Schalungssteinen (aus Styropor) hochgezogen wird, welche nachträglich mit Beton gefüllt werden. Das Ergebnis ist ein stabiles Massivhaus, dessen Bauweise einfacher und günstiger als viele andere ist und auch noch eine sehr gute Dämmung hat.

Fragen

An dieser Stelle sammeln wir häufig gestellte Fragen zu Styroporhäusern.

Wie teuer ist ein Styroporhaus?

Die Kosten hängen stark von den eigenen Wünschen ab. Zum Beispiel kostet der Einbau einer Geothermieheizung deutlich mehr als eine einfache Fernwärmeheizung. Grob ist mit Baukosten von 1.300 bis 1.700 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Das sind wirklich reine Baukosten, zu denen noch Grundstückspreis, Baunebenkosten, Erschließungskosten, Finanzierungskosten und Grunderwerbssteuer hinzukommen. Ein Vorteil der Styro-Bauweise ist, dass Sie beim Aufbau der Fertigteile relativ gut mithelfen und so die Baukosten drücken können. Außerdem macht sich die gute Wärmedämmung langfristig bezahlt.

Nachrichten

  • Ultraleichte Fraktale aus 3D-Drucker
    03.12.2012 WWissenschaftlicher Durchbruch: Ultraleichte Fraktale aus dem 3D-Drucker machen Stahlträger bis zu 10.000 Mal stärker.

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    07.08.2012 Wissenschaftler haben mit Aerographit ein Material erschaffen, dass leichter als Luft ist und nur ein 75tel der Dichte von Styropor hat.

Bilder

Styroporhäuser können so gebaut werden, dass sie von Innen und Außen wie ein normales Haus aussehen. Mit Styropor ist aber noch viel mehr möglich! Daher hier einige Kunstverzierungen, auf Styroporbasis. Diese kann man natürlich auch in einem klassischen Nicht-Styroporhaus anbringen:

Styroporinnenwände

Drei Beispiele echter 3D-Paneele aus Styropor:

Styropor Wandpaneel im Schlafzimmer
Styropor Wandpaneel im Schlafzimmer

Rotes Styropor Wandpaneel
Rotes Styropor Wandpaneel

Zwei verschiedene Wandpaneele aus Styropor in Wohn- und Esszimmer
Zwei verschiedene Wandpaneele aus Styropor in Wohn- und Esszimmer


Styropordecke

Auch an Decken können 3D-Paneele aus Styropor angebracht werden:

3D-Deckenpanele aus Styropor
3D-Deckenpanele aus Styropor